Fair Trade Kaffee
Nach Erdöl ist Kaffee eines der weltweit wichtigsten Exportrohstoffe. Rund 25 Millionen Menschen aus den Ländern wo Kaffee hergestellt wird leben von der Ernte des Kaffees. 2008 trank allein in Deutschland jeder 148 Liter Kaffee.
Trotzdem verdienen die Hersteller nicht viel damit denn sie bekommen gerade mal soviel das es einer Kleinbauernfamilie zu einem menschenwürdigen existieren reicht. Die Hersteller erhalten nur einen sehr geringen Teil von dem Geld was die Läden hier in Deutschland an Kaffee verdienen. Der Kaffeemarkt ist in den letzten 5 Jahren weltweit in eine sehr schwere Krise gekommen. Das was die Kleinbauern in den Herstellungsländern bekommen habe reichte noch nicht mal um die Produktionskosten zu decken. Es gab neue Anbieter, ein zu großes Angebot an Kaffee auf dem Markt und gleichzeitig stagnierenden Konsum in den Herstellungsländern. Das alles führte zu der Krise.
Da das größte Kaffee Exportland Brasilien derzeit unter einer Trockenperiode leidet steigt der Kaffeepreis wieder an. Damit der Handel nun fair verläuft werden Mindestpreise festgesetzt die unabhängig von den Preisschwankungen auf dem Markt und in Absprache mit der Produzentenorganisation sind. Diese Mindestpreise decken nicht nur die Produktionskosten ab, sie reichen auch für einen alltäglichen Lebensunterhalt für die Kleinbauern. Für Bio-Kaffee wird noch zusätzlich ein Aufschlag berechnet. Über den Fairen Handel erhalten die Kleinbauern immer bessere Preise als bei dem konventionellen Markt.
Mittlerweile werden jährlich rund zehn Millionen Pfundpäckchen Kaffee mit dem Fairtrade-Siegel verkauft. Das sind Direkteinnnahmen von über zehn Millionen€ pro Jahr für die Genossenschaften. Der Faire Handel mit Kaffee ist besser für die Kleinbauern die sich in Genossenschaften organisiert haben.
